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Streiten - aber richtig!

Liebeskiller Intoleranz

Im Zeitalter von Handys, Mails und SMS bleibt bei Paaren immer öfters ein gemeinsames Gespräch auf der Strecke und die Technik und das "nicht miteinander reden" erweist sich als größter Liebeskiller.

Der wichtigste Ansprechpartner für Probleme, Pläne und Wünsche sollte der Lebensgefährte sein. Aber nicht nur für die alltäglichen Probleme sondern auch zu einem fairem Streit sollte der Partner fähig sein.

Jeder hat Vorstellungen, Erwartungen und Gefühle, welche Er oder Sie in eine Partnerschaft investiert oder es noch tun wird. 
Hinter den vielen kleinen Reibereien des Alltags verbergen sich meistens andere, viel bedeutendere Beziehungsprobleme, wie z.B. fehlende Anerkennung des Partners. Durch die Bemerkung: „Du machst doch nur das bisschen Haushalt“, fühlt sich die „Nur-Hausfrau bei ihrem Tun, den Haushalt in Ordnung zu halten und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, herabgesetzt und alleine dass der Partner es nicht schafft mal den Abfall weg zu bringen, löst dadurch ein Gefühl des Alleinseins aus oder hinterlässt den Eindruck von fehlender Unterstützung.

Streiten und VersöhnenMeistens beginnt es mit einer Kleinigkeit. Sätze wie: „Nie hast Du Zeit für mich“ oder „Du drückst Dich immer davor das Kind ins Bett zu bringen“ so oder ähnlich kennt es wohl jeder. Ein Wort gibt das andere und langsam schaukelt sich das Ganze dann hoch. Keiner will nachgeben, weil man sich benachteiligt fühlt oder das Ergebnis für einen nicht befriedigend ist. Für ein paar Tage gehen sich die Partner stumm aus dem Weg, weil jeder sich verletzt und unverstanden fühlt.

Ist einige Zeit vergangen findet man dann wieder irgendwie eine Basis des Miteinander Lebens, aber das eigentliche Problem wurde nicht gelöst und beim nächsten Streit wird es zusammen mit anderen wieder ausgegraben.

 

Zu einer guten Beziehung gehören Respekt, Anerkennung und Vertrauen.


Werden Probleme nicht angesprochen und somit auch nicht gelöst, ist zumindest ein Partner unzufrieden und man entfernt sich beziehungsmäßig voneinander.

 

Um produktiv zu streiten ist es wichtig, dass jeder seine Ansichten und Gefühle mitteilt, während der Andere zuhört und die Meinung des Partners respektiert. Später sollte darüber diskutiert und gemeinsam eine Lösung gefunden werden, mit der beide einverstanden sind.

 

Um die Verständigung zu vereinfachen beherzigen Sie ein paar Regeln:
Schleppen Sie ihren Ärger nicht tagelang mit sich herum, sondern sprechen Sie ein Problem sofort an.

Bleiben Sie beim Thema.

Streiten Sie nie im Bett, während des Essens oder im Auto. Es gibt geeignetere Orte und Zeiten z.B. ein gemeinsamer Spaziergang.

Reden Sie abwechselnd!

Fassen Sie sich kurz!

Sprechen Sie nur in der „Ich-Form“ z.B. „Ich fühle mich verletzt, weil.....!“

Nur so können Sie klar ausdrücken was Sie persönlich betrifft, ohne den Anderen anzugreifen oder zu verletzten.

Vermeiden Sie Vorwürfe wie: „Du hast nie Zeit für mich!“, sondern sagen Sie stattdessen: „Ich würde gerne mehr Zeit mit Dir verbringen!“

Suchen Sie nicht zu weit in der Vergangenheit nach Problemen, sondern bemühen sich ein aktuelles Problem aufzeigen und dieses zu lösen.

 

Beginnen Sie damit, herauszufinden was genau passiert ist und welche Gefühle ihr Verhalten bei ihrem Partner ausgelöst hat. Was denkt er darüber? Welche Gefühle löst das Verhalten des Anderen bei Ihnen aus? Wie denken Sie darüber? Was wäre für Sie eine sinnvolle Lösung?

 

Akzeptieren Sie dass ihr Partner eine andere Meinung dazu hat. Toleranz gehört zu einer Partnerschaft dazu. Versuchen Sie nicht ihren Partner zu ändern. Vielleicht gelingt ihnen das für einige Zeit, aber glücklich wird ihr Lebensgefährte auf Dauer nicht darüber sein und neue Probleme sind vorprogrammiert.
Suchen Sie lieber eine Lösung die für Sie beide tragbar ist.

 

Hören Sie bei einer Meinungsverschiedenheit ihrem Gegenüber ruhig und aufmerksam und ohne Unterbrechung zu. Fragen Sie nach, sollten Sie etwas nicht verstanden haben, aber sparen Sie sich Kommentare und Anschuldigungen.

Hören Sie rechtzeitig auf, sollten die Emotionen zu hoch kochen und bitten um eine Pause, oder verschieben Sie die Diskussion auf einen anderen Termin, den Sie aber festlegen sollten.

 

Und zu guter Letzt:

Lernen Sie sich zu entschuldigen. Ein einfacher Satz wie: „Es tut mir leid!“, bewirkt oft ein kleines Wunder. Eine Entschuldigung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern zeugt von Stärke und bedeutet auch nicht automatisch ein Schuldeingeständnis. 

 

Wichtig:

Körperliche Gewalt und Drohungen gehören nicht in eine Beziehung. Damit werden keine Konflikte gelöst. Genau so wenig wie Ironie, Spott und Beschimpfungen. Sparen Sie sich negative Äußerungen wie „Das schaffst Du nie, dafür bist Du zu dämlich!“, oder ähnliches.

 

Denken Sie daran, nur gegenseitige Toleranz und Respekt schafft Vertrauen und Nähe.

 

Bauen Sie Missverständnisse und Spannungen rechtszeitig ab um ihre Beziehung harmonisch und befriedigend zu gestalten. Lernen Sie mit den Eigenschaften und Schrulligkeiten ihres Partners zu leben und genießen Sie nach einem Streit die Versöhnung.

 

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